Am Flughafen von Phoenix gelandet gehen wir unseren Mietwagen holen. Ich fahre zum ersten Mal in Amerika und bin ziemlich aufgeregt. Es ist leider auch schon Dunkel wenn ich rausfahre doch mit Hilfe meines Co-Piloten JL gelangen wir zur Unterkunft nach Scottsdale. (Ihr müsst wissen, dass ich letzten Herbst in Südengland im Urlaub war und dort ebenfalls einen Mietwagen gefahren bin – es war der pure Nervenkitzel! Das ist bei mir noch frisch in Erinnerung. Zu meinem Glück fährt man in den USA immerhin auf der rechten Strassenseite.)
Von meinem guten Freund Google weiss ich, dass Scottsdale im Jahre 1888 gegründet und nach seinen ersten Siedler, den Gebrüder Scott, benannt wurde. Heute hat Scottsdale ungefähr 250000 Einwohner und sie ist bekannt für seine wunderschöne Natur, freundliche Menschen (und das können wir bezeugen!) und spektakuläre Parks. Die Stadt hat sich von einer kleinen landwirtschaftlichen Gemeinde zu einer blühenden Stadt mit einer reichen Geschichte und einer wachsenden Technologieindustrie entwickelt.
Wir verbringen hier leider nur zwei Nächte und besichtigen zwei dieser Parks. Das Butterfly Wonderland und den Papago Park. Ich bin ganz hin und weg von den unterschiedlichen Schmetterlingen, die wir entdecken. In einem kurzen 3D-Film wird man auf die unglaubliche Reise des Monarchfalters von Mexiko bis nach Kanada mitgenommen. Schon diese Riesenmigration, die über drei Generationen dieses Schmetterlings erfolgt, ist extrem beeindruckend. In einem zweiten Raum kann man die Schmetterlinge sogar schlüpfen sehen, bevor man anschliessend ins Freigehege gelangt. Je länger man durch dieses spaziert und sich entspannt umso mehr Schmetterlinge in den unterschiedlichsten Farben kann man erkennen. Mit viel Glück erhält man den «Butterfly Kiss», wenn sich eines dieser zarten Geschöpfe auf einen setzt. Wunderschön! Ob ich geküsst wurde? Jaa! Zwar ganz unspektakulär am Knie, aber immerhin, oder?!
Wie wir in dieser lebhaften und wunderschön gestalteten Stadt unterwegs sind, fallen uns immer mehr seltsame Autos auf, die eine Art Aufbau auf dem Dach haben. Zuerst denken wir an Google Maps, doch in diesen Autos sitzt kein Fahrer!! Ich lese die Aufschrift Waymo und wir suchen im Internet danach.
Es handelt sich um selbstfahrende Autos von Waymo, einem Tochterunternehmen von Alphabet (der Muttergesellschaft von Google). Waymo betreibt einen autonomen Fahrdienst namens Waymo One, der rund um die Uhr in der Metropolregion Phoenix verfügbar ist. Die Fahrzeuge bieten derzeit autonome Fahrten auf Autobahnen nur für Waymo-Mitarbeiter an, die Feedback geben, bevor diese Fahrten später der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Wir erleben hier wieder einmal, wie KI und moderne Technologien rasant fortschreitet.
Wenn man in den Altstadt-Kern Scottsdales eintaucht sind die trüben Gedanken wie fortgeblasen dank der fröhlichen und freundlichen Art der Leute. In Bars wird spontan zu Country-Musik gesungen, gelacht und getanzt. Die Läden und Boutiquen sind wirklich schmucke, und klar ist es auch hier auf Touristen ausgelegt, aber die Haltung der Leute ist komplett anders. Wir können ausgelassen mit Verkäuferinnen reden und sie fragen immer sehr interessiert nach unserer Reise. Im «Rehab Burger Therapie» essen wir unglaublich leckere Burgers und trinken unsere letzte Margarita an diesem unvergesslichen Abend.



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